Viertklässler gewinnen Kreativwettbewerb

Viertklässler gewinnen Kreativwettbewerb

Viertklässler

 

Die Klasse 4a der Angelo-Roncalli-Grundschule malte Bilder vom perfekten Schulweg im Rahmen der Mobilitätswoche Elberfeld.

Die Klasse 4a der Angelo-Roncalli-Grundschule hat Grund, sich zu freuen: Die Kinder haben im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche an einem Kreativwettbewerb für Schulen zum Thema Schulweg teilgenommen und den ersten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, sich ihren Traum-Schulweg vorzustellen und aufzumalen – und da sind sie „als super Vorbilder mit gutem Beispiel vorangegangen“, lobt Hans-Jörg Holz, Leiter der Kreispolizeistelle für Verkehrsunfallprävention.

Bereits vor den Sommerferien hatte die Stadt zu dem Kreativwettbewerb aufgerufen, gefördert wurde er durch den Verein Aktion Kinder-Unfallhilfe und die Verkehrswacht Wuppertal. Fee Schiffer, die bei der Stadt als Sachbearbeiterin für Nahmobilität arbeitet, bedankt sich bei den glücklichen Viertklässlern für die tollen Bildeinsendungen. „Wir hatten sehr viel Spaß, diese tollen Bilder durchzugucken“, sagt sie.

Kerstin Holzmann, Geschäftsführerin vom Kinderschutzbund Wuppertal, betont die Relevanz der Ergebnisse, die seit Entstehung des Arbeitskreises „Sicher zur Schule“ entstanden sind. „Wir wollen den Kindern zu mehr Selbstständigkeit verhelfen, und die vielen, vielen ‚Eltern-Taxis‘ vermeiden“, erklärt sie. Ziel des Projekts sei es eben auch, die Familien hinter den Kindern zu erreichen. „Denn eigentlich sind es die Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren und dadurch dann die Schulwege unsicherer machen, weil sie ihr Kind möglichst nah an der Schule absetzen wollen.“ Und da hätten viele auch kein Problem, in Halteverbotszonen, auf Bürgersteigen oder an anderen ungünstigen Orten zu halten, was zu unnötige Gefahrenstellen führe. „Und die Einsicht, etwas daran zu ändern, ist leider häufig nicht da. Da fehlt das Unrechtsbewusstsein“, bedauert Holz. Und Holzmann fügt hinzu: „Die Eltern haben Angst davor, ihre Kinder allein zur Schule laufen zu lassen, aber eigentlich sind sie ein Auslöser dafür, dass die Schulwege gefährlicher werden.“

Die Kinder malten mehrere Stunden an den Gewinnerbildern

Die Polizei arbeitet frühzeitig, schon ab dem Kindergarten, mit Kindern und Eltern zusammen, zeigt die Vorteile für das Zufußgehen und Fahrradfahren auf. „Aber wir machen nur die Angebote – wir sind darauf angewiesen, dass die Schulen mitmachen, die Lehrer sich dafür einsetzen“, so Holz. Und Grundschullehrerin Meral Maire, die den Sachkundeunterricht leitet, in dessen Rahmen an dem Kreativprojekt gearbeitet wurde, zeigt sich begeistert: „Ich freue mich total. Wenn an der Schule Preise gewonnen werden, dann meistens zum Beispiel im Sport. Aber ein Preis für den Sachkundeunterricht ist neu und richtig toll.“ Die Grundschüler malten in Dreier- bis Vierergruppen mehrere Stunden an den Bildern, auf denen sie ihre Traumvorstellungen eines perfekten Schulwegs realisieren sollten. Auf den fertigen Bildern ist vor allem viel Grün zu sehen, Wasser, Springbrunnen und Sitzbänke – und vor allem keine Autos, sondern nur Fußgänger. Sogar an Windräder und ein Solarpanel haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a gedacht. Der neunjährige Firass erzählt mit leuchtenden Augen, sie hätten beim Malen bewusst auf Autos verzichtet – „denn das schädigt dann auch nicht die Umwelt. Man kann doch auch Fahrrad fahren, das macht Spaß! Aber immer mit Helm.“ Diyar (10) erzählt ebenfalls, wieviel Spaß allen das gemeinsame Projekt hat. „Und auf den Bildern haben wir extra nur Bürgersteige gemalt, keine Straßen“, sagt sie. Ihren Eltern haben sie zu Hause natürlich von dem Projekt erzählt – „meine Mama hat es natürlich zuerst erfahren“, so Diyar – und Firass ist stolz, dass er seinen Eltern erklären konnte, warum es auch Nachteile hat, Kinder zu dicht an der Schule rauszulassen: „Das ist nämlich besonders gefährlich für die kleinen Erstklässler.“

Als Preis erleben die Kinder am Schulfest im kommenden Jahr ganz besondere Highlights: Die Polizei wird mit einem Auto vor Ort sein und es wird eine Mobilitätsrallye und weitere Spieleaktionen geben. Das gesamte Team ist sich einig: Ohne die tolle Zusammenarbeit hätte ein so tolles Projekt nicht funktioniert.

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